Corona-Zeit  -  besondere Zeit.

Ja: Diese Zeit führt zu neuen (Ein)Sichten und Chancen.

Mit speziellem Blick auf meine Finanzen erkenne ich eine besondere Bedrohung:

Die Corona-Gesetze führten zu Absagen meiner Engagements bis in den Juni. Die Regierungsentscheidung am 15.April machte klar, dass mit dem Verbot von Großveranstaltungen bis zunächst 31.August sämtliche Engagements zu Festivals, Stadtfesten und ähnlichen Veranstaltungen ebenfalls noch storniert werden werden. Mein Geschäft, das ich als freiberuflicher Musiker seit 1997 betreibe, ist damit seines Hauptzweiges schlagartig beraubt. Die Solidarität gebietet mir,  einsichtig in die neue Lage mit ihren Gesetzen und Verhaltensweisen zu leben. Ich finde, die Solidarität der gesamten Gesellschaft gebietet auch, dass die an ihrer Arbeit und folglich an ihrem Einkommen gehinderten Menschen von allen mitgetragen werden.

Das geschieht im Moment so, dass die Grundsicherung mir helfen soll. Ich finde das falsch. Ich finde es falsch, dass Solo-Selbständige in ihrem Unternehmertum ohne gesellschaftliche Anerkennung bleiben, dass speziell Kulturschaffende gefühlt als überflüssig seiend wahrgenommen werden. Denn auch das  ist, wenn es tatsächlich wahr wäre, total falsch.

Zu vielen Gelegenheiten versuchte ich meine Gedanken dazu bereits darzustellen.

Die Corona-Zeit verschäft vieles - wie ein Brennglas; so auch das.

Zunächst erhielt ich die Gelegenheit in Interviews zum Balkonkonzert in Lusan am 11.April meine Meinung kund zu tun. Dann entdeckte ich den Offenen Brief von INES BOSE am 15.April. Dessen Verbreitung unterstütze ich seitdem.

Ich kontaktiere Bundestags- und Landtagsabgeordnete, für  Gera und Umgebung zuständig:

 

Mit besten Grüßen, #######,
leite ich -die Initiative von Frau BOSE aus Gera unterstützend- ihren Offenen Brief auch an Sie weiter. Bitte beachten Sie die ausgedrückten Sorgen und lassen sie in Ihre politische Tätigkeit einfließen.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=3078576758871360&set=a.1111430702252652&type=3&theater

bisher kontaktet:

KAISER, ELISABETH

LENKERT, RALF

MITTELDORF, KATJA

SCHLUND, ROBBY

SCHUBERT, ANDREAS

RAMELOW, BODO

REINHARDT, DANIEL

TIEFENSEE, WOLFGANG

VOGEL, VOLKMAR

WAHL, LAURA

 

 

daraus hervorgegangene Korrespondenzen:

 

Albert Weiler Das ist wohl kein Einzelfall. Ich habe das schon weitergegeben. Wichtig ist aber auch dass sie das an Ihren zuständigen Abgeordneten Staatssekretär Volkmar Vogel schicken, der seinen Einfluss geltend machen wird. Hier es ist zwar die Thüringer Bank und somit die Zuständigkeit eher bei Bodo Ramelow. Aber wir versuchen natürlich vom Bund aus auch Druck zu machen, denn das Geld kommt vom Bund. Viele Grüße
2
  • Ines Bose Albert Weiler, herzlichen Dank für Ihre schnelle und konstruktive Antwort. Das hat mich sehr gefreut. So, oder ähnlich, hätten auch die Jenigen reagieren können, die ich direkt mit meiner Bitte angesprochen habe. Aber da ist stand heute, nichts zu hören und darüber bin ich sehr enttäuscht und wieder einmal fühlen wir kleinen Selbständigen und Unternehmer uns sehr allein gelassen.
    Viele Grüße Ines Bose
  • Cat Cateam Henschelmann Danke, Herr WEILER Albert Weiler. Die beschriebene Situation ist definitiv kein Einzelfall. Frau BOSE Ines Bose beschreibt die schwere Situation, in die speziell Solo-Selbständige durch die Corona-Gesetze gebracht wurden. Weiterhin wird aufgezeigt, dass nach der Antragstellung auf Hilfe mittels des Rettungsschirmes bisher keine Hilfezeichen empfangen werden können.
    Am wichtigsten ist die Bitte, dass politisch agierende Menschen sich dieser besonderen Lage annehmen und sie mittels ihrer Machtbefugnisse verbessern. An Herrn VOLKMAR VOGEL werde ich mich auch wenden.

    Ich möchte hier nochmals deutlich machen:
    Nach meinem bisherigen Erkenntnisstand stellt die Soforthilfe keine Hilfe dar:
    - „Sofort“ bedeutet m.E. „in kürzester Zeit – wenige Stunden, vielleicht ein paar Tage“, statt dessen geschah nach der Antragstellung 24., 25. März nichts.
    - Lebenshaltungskosten werden aus der Soforthilfe ausgeklammert.
    - Ausblick an meinem Beispiel: fast alle Engagements bis Juni wurden bereits storniert. Das ist für mich ein Ausfall von rund 12000€ Betriebseinnahme. Mit weiteren Absagen rechne ich nach der gestrigen Regierungsentscheidung. Das bedeutet, dass ich bis zum mindestens Sommerende keine oder nur geringe Einnahmen erzielen werde dürfen – mit meinem Geschäft als freischaffender Künstler mit einem um mich gewachsenen Team.
    - Alternative: Alg-2 ??????
    1
  • Albert Weiler Cat Cateam Henschelmann ich werde das noch mal in unserer Fraktion thematisieren. Hoffe dass die Thüringer Landes Regierung entsprechend reagiert. Viele Grüße
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  • Ines Bose Sehr geehrter Herr Weiler, ich bitte Sie eindringlich um Hilfe, nicht nur für mich, sondern für viele Selbständige. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und das ohne eigene Schuld. Mit freundlichen Grüßen Ines Bose
  • Cat Cateam Henschelmann Albert Weiler Ja, Herr WEILER Albert Weiler, eine schnelle praktische Umsetzung ist wichtig. Die CDU als regierende Partei hat Machtmittel in den Händen, die zu entsprechenden Entscheidungen genutzt werden sollten. Parteiübergreifende Zusammenarbeit im Sinne des zur Zeit stark beschworenen Solidaritätsgedankens halte ich für das richtige Mittel zur Lösung für unsere Sorgen. Gerade schrieb ich in der Korrespondenz mit dem Wahlkreisbüro Gera DieLinke: "Ja, Herr BRADE,

    den Worten von Frau MITTELDORF und Herrn SCHUBERT Andreas Schubert stimme ich zu.
    Welche Schritte werden unternommen, um aus diesen Worten vom 17.April Praxis werden zu lassen?
    Wie kann ich dazu beitragen?" (Ich beziehe mich auf: https://www.die-linke-gera.de/.../jetzt-praktische.../ )
    Jetzt praktische Lösungen für Soloselbständige und Freiberufler*innen schaffen: DIE LINKE. Stadtverband Gera
    die-linke-gera.de
    Jetzt praktische Lösungen für Soloselbständige und…
    Jetzt praktische Lösungen für Soloselbständige und Freiberufler*innen schaffen: DIE LINKE. Stadtverband Gera
  • Andreas Schubert Cat Cateam Henschelmann der Ball liegt zu 80% beim Bund, da dieser das Verfahren so festgelegt hat (Grundsicherung soll greifen). Das kann das Land nicht abändern.
    Parallel wieder zusätzlich zur Bundesregelung reparieren geht nicht ohne extra Geld....
  • Cat Cateam Henschelmann Andreas Schubert Wie oben angedeutet: Mir ist wichtig, dass die Anerkennung der Solo-Selbständigen und speziell der Kulturschaffenden stattfindet. Das Gebot der Solidarität gebietet, hierbei Grenzen -politische, parteiliche, administrative, territoriale, etc.- zu überwinden. Es geht um Entscheidungen und praktische Umsetzungen, unabhängig von Rang, Namen, Verwaltungsebene. Ich glaube, und ich bin dankbar dafür, dass sich viele Menschen, auch Sie, Herr SCHUBERT, bereits in dieser Hinsicht einsetzen. Das Ergebnis dabei zählt.

     

     

     

    • Albert Weiler Andreas Schubert Das ist so nicht richtig. Die Länder haben ihre eigene Hoheit und entscheiden über die Maßnahmen. Die Kanzlerin stimmt sich mit den einzelnen Ministerpräsidenten ab und das Ergebnis wird dann von den Ländern umgesetzt oder auch nicht. Ich sehe hier keine Weisungsbefugnis an der Stelle.
      Zudem können die Länder auch jederzeit eigenes Geld in die Hand nehmen und die Menschen unterstützen.
      Die Bundesgelder werden an die Länder verteilt und in Thüringen scheint es so zu sein, dass die Gelder immer noch nicht dort ankommen wo sie hin gehören, nämlich bei den Menschen die Bedarf haben und denen es zusteht. Da muss die Landesregierung noch nacharbeiten.
    • Andreas Schubert Albert Weiler warum hat denn die Bundesregierung die Soloselbständigen nur mit Verweis auf die Grundsicherung =Hartz IV = Armut per Gesetz ohne Hilfsprogramm im Regen stehen gelassen??
      Jeder, der schon mal einen Antrag im Jobcenter gestellt hat, weiß d
      ass es dort hochnotpeinliche Überprüfungen der gesamten Bedarfsgemeinschaft gibt und Wochen oder gar Monate vergehen, bis ein Bescheid eintrifft, der Hilfe bedeutet. Nein Herr Weiler, hier funktioniert ihr Schwarze Peter Spiel nicht.
      Die Bundesregierung hat für diese Gruppe kein! Geld an die Länder überwiesen. Da haben Sie einfach keine Regelungsbedarfe erkannt!
      Deshalb gibt es bisher nix. Diesen Zustand kann man jetzt nur noch im Nachhinein reparieren, indem jedes Land eine eigene Regelung für diesen großen Berroffenenkreis bastelt und dafür eigenes Geld einsetzt. Rettungsschirme mit solchen Löchern, wären als Falschirme tödlich.
    • Cat Cateam Henschelmann Andreas Schubert Dann bitte ich dringend - dringendst - unsere Landesregierung, eine eigene Regelung zu basteln. Den Grund beschreiben Sie sehr plastisch. Was hindert Herrn RAMELOW alle Thüringer Parteien -zumindest bis zur Mehrheit- zu einer entsprechenden Entscheidung zu führen? - Vielleicht so ähnlich wie: https://www.nordbayern.de/politik/coronakrise-bayern-zahlt-kunstlern-hilfen-von-1000-euro-pro-monat

     

 

Daniel Reinhardt Guten Tag Herr Cat Cateam Henschelmann , vielen Dank für den Post in meine FB-Chronik.
Erst am Mittwoch habe ich/wir mit der Aufbaubank telefoniert und uns den aktuellen Sachstand erläutern zu lassen.
Falls Sie Interesse haben an den Ausführungen nehmen Sie gern per PN oder E-Mail mit mir Kontakt auf.
(buero@daniel-reinhardt.info)

Ansonsten kann ich Ihr Anliegen sehr gut verstehen und Ihnen vergewissern, dass ich an Ihrer Seite stehe und mich für eine auch finanzielle Absicherung von Unternehmer*innen egal wie klein das Gewerbe ist, einsetze.
Beste Grüße
3
  • Cat Cateam Henschelmann Ich bedanke mich für Ihre Antwort, Herr REINHARDT, die ich gleich an Frau BOSE Ines Bose weiterleiten werde. An den von Ihnen genannten Ausführungen bekunde ich mein Interesse. Ich glaube Ihnen, dass Sie sich im angesprochenen Sinn einsetzen, und ich wünsche mir sehr für uns alle Erfolg darin. Denn der im Moment einzige klare Weg, ohne Einkünfte sein Leben im wenigsten geringsten Maße finanzieren zu können, ist der, AlG2 zu beantragen - mit weitreichenden Konsequenzen für die (den) jeweiligen Selbständige(n).

 

 

Von: cat-team@cat-henschelmann.de <cat-team@cat-henschelmann.de>
Gesendet: Samstag, 18. April 2020 07:15
An: 'Wahlkreisbüro Daniel Reinhardt' <buero@daniel-reinhardt.info>
Cc: lr-gera@live.de
Betreff: AW: Rettungsschirm

 

 

 

Ja, Herr BRADE,

 

 

 

den Worten von Frau MITTENDORF und Herrn SCHUBERT stimme ich zu.

 

Welche Schritte werden unternommen, um aus diesen Worten vom 17.April Praxis werden zu lassen?

 

Wie kann ich dazu beitragen?

 

 

 

Herzlich. CAT

 

p.s. Solo-Konzert am 28.Juni, Schloss Kirchheim (München)

 

https://youtu.be/kAwAxEOVvUY

 

 

 

 

 

Von: Wahlkreisbüro Daniel Reinhardt <buero@daniel-reinhardt.info>
Gesendet: Freitag, 17. April 2020 13:46
An:
cat-team@cat-henschelmann.de
Betreff: AW: Rettungsschirm

 

 

 

Sehr geehrter Herr Henschelmann,

 

ich darf auf die Stellungnahme/Pressemeldung von unserem Fachpolitiker Wirtschaft, Herrn Schubert, verweisen: https://www.die-linke-gera.de/nc/abgeordnete/mdl-andreas-schubert/detail/news/jetzt-praktische-loesungen-fuer-soloselbstaendige-und-freiberufler-innen-schaffen-2/

 

 

 

Wir fordern eine schnelle und unbürokratische Hilfe.

 

 

 

Mehr Informationen haben wir auch nicht.

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Marc Brade

 

Mitarbeiter

 

 

 

Daniel Reinhardt, Mitglied des Thüringer Landtages

 

Sprecher für frühkindliche Bildung und Energiepolitik

 

 

 

Bürgerbüro Gera

 

Markt 12a

 

07545 Gera

 

buero@daniel-reinhardt.info

 

 

 

 

 

 

 

Von: cat-team@cat-henschelmann.de <cat-team@cat-henschelmann.de>
Gesendet: Donnerstag, 16. April 2020 16:57
An: 'Wahlkreisbüro Daniel Reinhardt' <
buero@daniel-reinhardt.info>
Cc:
lr-gera@live.de
Betreff: AW: Rettungsschirm

 

 

 

Vielen Dank, Herr BRADE

 

für Ihre Nachricht.

 

 

 

Leider nutzt sie wenig,

 

denn im Offenen Brief, den ich Herrn REINHARDT sendete, beschreibt Frau BOSE die schwere Situation, in die speziell Solo-Selbständige durch die Corona-Gesetze gebracht wurden. Weiterhin wird aufgezeigt, dass nach der Antragstellung auf Hilfe mittels des Rettungsschirmes bisher keine Hilfezeichen empfangen werden können.

 

Am wichtigsten ist die Bitte, dass politisch agierende Menschen sich dieser besonderen Lage annehmen und sie mittels ihrer Machtbefugnisse verbessern.

 

 

 

Ich möchte hier nochmals deutlich machen:

 

Nach meinem bisherigen Erkenntnisstand stellt die Soforthilfe keine Hilfe dar:

 

  • „Sofort“ bedeutet m.E. „in kürzester Zeit – wenige Stunden, vielleicht ein paar Tage“, statt dessen geschah nach der Antragstellung 24., 25. März nichts.
  • Lebenshaltungskosten werden aus der Soforthilfe ausgeklammert.
  • Ausblick an meinem Beispiel: fast alle Engagements bis Juni wurden bereits storniert. Das ist für mich ein Ausfall von rund 12000€ Betriebseinnahme. Mit weiteren Absagen rechne ich nach der gestrigen Regierungsentscheidung. Das bedeutet, dass ich bis zum mindestens Sommerende keine oder nur geringe Einnahmen erzielen werde dürfen – mit meinem Geschäft als freischaffender Künstler mit einem um mich gewachsenen Team.
  • Alternative: Alg-2 ??????

 

 

 

Herzlich. CAT

 

p.s. Solo-Konzert am 28.Juni, Schloss Kirchheim (München)

 

https://youtu.be/kAwAxEOVvUY

 

 

 

 

 

Von: Wahlkreisbüro Daniel Reinhardt <buero@daniel-reinhardt.info>
Gesendet: Donnerstag, 16. April 2020 13:52
An:
cat-team@cat-henschelmann.de
Betreff: Rettungsschirm

 

 

 

Sehr geehrter Herr Henschelmann,

 

wie mit Herrn Reinhardt besprochen, ein paar Informationen zum „Rettungsschirm“.

 

 

 

Unter dem Link https://aufbaubank.de/Presse-Aktuelles/Coronavirus-Aktuelle-Informationen-fuer-Unternehmen finden Sie Informationen und Antragsverfahren.

 

 

 

Das was wir als Linke wollen und bereits durch die Regierung umgesetzt wird:

 

 

 

Unternehmen bekommen, je nach Unternehmensgröße gestaffelte Soforthilfen. Der Bereich der Kultur und des Sozialen hat ein wenig länger gebraucht, bis er online ging, aber jetzt kann auch der Kultur- und Sozialbereich Soforthilfen beantragen.

 

 

 

Es soll drei Stufen der Förderung geben:

 

  1. Soforthilfe:

 

Diese Hilfe ist besonders wichtig für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe und soll so einfach wie möglich und so schnell wie möglich greifen.

 

  1. Hausbanken:

 

Die Hausbanken, bei denen die Liquidität der Unternehmer abgesichert werden muss, soll die KfW als Bürge auftreten und eigene Förderprogramme mit selbstschuldnerischen Bürgschaften erstellen.

 

  1. Konsolidierungsfond:

 

Mit Bestätigung der Hausbank, dass man von dort keine Mittel bekommt, soll es Unternehmen möglich sein einen, mit einem Null-Prozent-Zinssatz verzinsten, Kredit zu bekommen. Dazu ist derzeitig ein zusätzliches Liquiditätshilfeprogramm in Planung. Einzelne Anträge können schon gestellt werden.

 

 

 

Ich hoffe wir konnten soweit helfen.

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Marc Brade

 

Mitarbeiter

 

 

 

Daniel Reinhardt, Mitglied des Thüringer Landtages

 

Sprecher für frühkindliche Bildung und Energiepolitik

 

 

 

Bürgerbüro Gera

 

Markt 12a

 

07545 Gera

 

buero@daniel-reinhardt.info

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feiertag:
Ein-Monat - Antragstellung SOFORT-Hilfe.
Die Asche symbolisiert mein Vertrauen in mein Zeitverständnis, da ich nun nicht mehr weiß, was SOFORT bedeutet.
Ich plane für den DEMNÄCHST zu feiuernden Jahrestag eine kleine Andacht - unter Berücksichtigung der dann herrschenden Verordnungsbedingungen. Ich bitte meine Gäste JETZT GLEICH: bitte LANGFRISTIG-SOFORT beachten.

 

Ich habe auch nach fünf Wochen Wartefrist , eine Absage bekommen und bin quasi auch pleite , denn ohne Gäste kein Einkommen . Ich stelle nun den zweiten Antrag und starte nochmals einen Versuch , weil nunmal ein Denkmalpfleger nicht solch Rücklagen hat um Monate hinzukommen und ein Gutshof trotzdem laufende Kosten hat . Ich drücke dir die Daumen lieber Cats und wünsche Durchhaltevermögen und Zuversicht .
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  • Danke, SUSANN
    Susann Schmidt
    . Ich wünsche Dir auch die erforderliche Kraft und die Zuversicht zum Durchhalten.
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  • Susann Schmidt
    Was lassen wir uns eigentlich noch alles gefallen? Ist es nicht langsam mal Zeit.........
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  • Nicht aufgeben bitte.💚💚💚💚����💚
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  • Ironie on* Zeit ist relativ...seeeehr relativ. Verglichen mit dem Pulsschlag des Universums ist ein Monat doch quasi instantan *Ironie Off... Cat, deine Erfahrung deckt sich leider mit der vieler anderer. Aber Kultur ist ja nicht "systemrelevant". Kultur ist ja bloß das, was uns als Menschen ausmacht....
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    • 1 Wochen
  • Ich finde, ehrlich gesagt, den Begriff "Hilfe" außerdem falsch. Die Solidarität gebot es, diese Stillstandssituation herbeizuführen und mitzutragen. Dafür gebietet es auch, finde ich, dass die Gesellschaft für ALLE den richtigen Ausgleich schafft. (Wenn's Geld fehlen sollte (was ich nicht glaube), dann könnten wir ja auf die Kampfjets verzichten...)
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  • Möge es gelingen - Ergebnisse zählen (Zur Einigkeit der Agierenden hier ist mein Vertrauen sehr geschmolzen...). Und: Reicht das? Was passiert nach drei Monaten - also Mitte Juni? https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-wirtschaft_artikel,-soloselbstaendige-koennen-hoffen-_arid,1909819.html
    Corona: Mehr Hilfe für Solo-Selbständige
    WESER-KURIER.DE
    Corona: Mehr Hilfe für Solo-Selbständige
    Corona: Mehr Hilfe für Solo-Selbständige
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  • Geht uns in MV auch genauso
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  • Wir werden verarscht, mein Freund. Und das richtig.
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  • Ich liebe dich und bin bei dir heimo
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  • Ich bin da vergiss das nicht mein Freund.
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  • Bei uns ist nach 5 Wochen auch noch kein Cent angekommen. Am Schlimmsten ist aber, dass über alle möglichen Branchen geredet wird - aber kaum ein Wort über Künstler und Kulturschaffende...
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    • 3 Tage
    • "Am Schlimmsten ist aber, dass über alle möglichen Branchen geredet wird - aber kaum ein Wort über Künstler und Kulturschaffende..." ...und bezeichnend. # Übrigens: Mein Antrag kam vorgestern mit der Bemerkung, nicht bearbeitet werden zu können, wieder zu mir.
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      • 3 Tage
    • Cat Cateam Henschelmann
      das darf doch nicht wahr sein 🙈
      Vielleicht solltest du dich bei dem Amt bewerben zum Anträge bearbeiten.
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    • Simone Grabbert
      Lustig... (wenn's nicht so traurig wäre).
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      • 3 Tage
    • das kann doch wohl nicht wahr sein!!! Ich hab ja zumindest ein paar Euros bekommen, so als Almosen. Keine Ahnung warum es nur so wenig war. Wahrscheinlich weil ich die ganze Zeit mein Geschäft öffnen durfte obwohl der Umsatz ziemlich gesunken ist. Von dem Geld kann ich nicht mal einen Monat überbrücken, geschweige denn die kommenden. Aber Hauptsache wir werden als Helden der Nation beklatscht. Aber ich wüßte Event. eine Richterin die Verfassungsrecht macht. Ich überlege nämlich dagegen zu klagen. Wenn du den Name haben willst gib Bescheid.
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      • 2 Tage
    • Cat
      manchmal muss man ihnen zeigen, wie es geht 😉
      Soforthilfe geht anders
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      • 2 Tage
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  • die großen versprechen zeigen doch nun wieder,wie die cdu und die csu die menschheit manipulieren tut,siehe umfrageergebnisse wenn jetzt wahl wäre.dabei wird doch schon lange bei kultur und sozialem gespart,ohne grund wären doch die angeblichen soforthilfen gar nicht möglich.jeder hartz 4ler muss sich doch verarscht vorkommen,wenn er hört,das kurzarbeitergeld kommt vom "ersparten" der bundesagentur für arbeit.finde den fehler im ganzen system seit 1989,nix gelernt, einfach nur traurig.so schlimm wie die situation auch momentan ist,ich bleibe dabei,die politik hat in der zeit vollkommen versagt.eigentlich müsstet ihr künstler mal eine petition an die gema,plattenfirmen und vielleicht auch noch an die gez machen,die treiben doch genug ein.
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  • Soforthilfe für freischaffende Künstler soll Lebensunterhalt sichern | MDR.DE
    MDR.DE
    Soforthilfe für freischaffende Künstler soll Lebensunterhalt sichern | MDR.DE
    Soforthilfe für freischaffende Künstler soll Lebensunterhalt sichern | MDR.DE
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    • Das wäre eine Lösung. Für mich zählen Tatsachen; also möge wenig Zeit bis zur Entscheidung und Umsetzung vergehen.
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      • 2 Tage
    Antworten ...
     
  • Sofort rangiert gleichauf mit unbürokratisch ....
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2020-Mai-16

 

 

Meine Beobachtung der unsere Gesellschaft vertretenden Regierenden beim Schaffen einer Balance im eingeforderten Solidaritätsverhalten in der Corona-Situation ergibt, dass ich nach wie vor ein krasses Missverhältnis feststellen muss.

 

 

 

Gewiss, im Moment ist sehr viel zu entscheiden.

 

Aber ohne Einkünfte seit März wird das Einkaufen der Brötchen schwer - und dafür gibt es keine Wartezeit.

 

Ach ja... gerade eben erhielt ich nach sieben Wochen die Bewilligung von "Hilfegeldern". Das ist genau die Summe, die die Kfz-Versicherung, der Lagerraum-Vermieter, die KSK von mir bekommen. (Text ThüringerAufbauBank: "Höhe der aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlenden Verbindlichkeiten in den nächsten drei Monaten nach Antragstellung (in EUR). Nicht zum Sachaufwand gehören Personalaufwand und kalkulatorischer Unternehmerlohn. Die Beiträge zur Krankenversicherung und Alterssicherung des Soloselbständigen bzw. des Angehörigen freier Berufe können als Sachausgabe behandelt werden.")

 

Also: Bleibt die Frage "WIE BEZAHLE ICH DIE BRÖTCHEN FÜR MEINE FAMILIE UND MICH?"

 

 

 

Alg2 heißt die Lösung der unsere Gesellschaft vertretenden Regierenden.

 

WOLFGANG KREBS in Magdeburg fand dazu die Worte: "In der Not werden wir Narren an den Platz unterm Tisch verwiesen“.

 

Aus <http://digital.volksstimme.de/volksstimme/30371/article/1123547/14/3/render/?token=c3e0413f8b40414717cf2f3cbc71fb82>

 

 

 

"Hilfe" halte ich für den falschen Begriff, der die falsche Denkweise deutlich macht.

 

Ausgleich muss geschaffen werden für den harten Eingriff in den Ablauf unseres Lebens.

 

Wir in Deutschland können uns diesen harten lock down leisten, und wir können uns auch den Ausgleich dazu leisten. Will das unsere Gesellschaft?

 

 

 

Die Tatsachen sehen so aus:

 

1.Mai

 

https://www.mdr.de/thueringen/kuenstler-corona-soforthilfe-100.html?fbclid=IwAR2qWv-43saTqCOfb0xuwfIf25OLmWTgDzqpMT-DOzRFMjrC7YCeFTETeJ4

 

16.Mai

 

https://www.thueringer-landtag.de/plenum/sitzungstermine/

 

 

 

VIELLEICHT SOLLTEN DIE KULTURSCHAFFENDEN TATSÄCHLICH SCHWEIGEN.

 

Das dann trostlose -kulturlose- Leben könnte zur Erkenntnis führen, dass unserem Leben viel fehlt.

 

Da wir in einer Geld-Welt leben,

 

MUSS KULTURSCHAFFENDEN FÜR IHRE ARBEIT GELD GEGEBEN WERDEN.

 

Ich danke den bereits so wissenden, fühlenden und handelnden Menschen, deren wirkliches und sofortiges Handeln mit mir mich weiterhin an unser MITeinander glauben lässt.

 

2020-Mai-17

 

Laufzeitende, Zusammenhalt sichern, #kulturerhalten - und 1000 Dank!

Hallo T.heimo Henschelmann,

David Erler hat Ihnen eine neue Nachricht zu dieser Petition "Hilfen für Freiberufler und Künstler während des "#Corona-Shutdowns"" geschickt:


>>> Hier geht's zum Video <<<

Liebe UnterstützerInnen,

nach mehrmaliger Verlängerung werde ich nun die Laufzeit der Petition enden lassen.
Wir haben gemeinsam viel erreicht – ich bin sehr dankbar für Euch fast 300.000 Unterstützer und Eure unglaubliche Solidarität! Wenn ich (neben wirklich passenden Soforthilfen) einen Wunsch frei hätte, dann den, daß dieser große Zusammenhalt über alle Berufsgruppen hinweg auch nach der Corona-Krise bestehen bleibt!
Dafür gibt es übrigens durchaus Möglichkeiten, von denen ich unten stellvertretend zwei nennen werde.

Aber zunächst einige Worte zur Politik.
Man hat es seitens der zuständigen Minister geschafft, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, daß den FreiberuflerInnen, KünstlerInnen, Kreativen, Selbstständigen mit dem vielgepriesenen Milliardenpaket wirklich geholfen wird. Leider ist für viele von uns dieser Eindruck nach wie vor unzutreffend – erst in dieser Woche wurde eine vehement geforderte Nachbesserung (daß nämlich z.B. wie in Baden-Württemberg auch die privaten Lebenshaltungskosten als Betriebsmittel gelten dürfen) im Bundeskabinett erneut abgelehnt. Das heißt: es sind bereits zwei Monate vergangen, ohne daß wirklich etwas Nennenswertes bei den meisten von Euch, von uns angekommen wäre! Zwei Monate lang halten wir schon durch, sind präsent, engagieren uns sowohl kreativ als auch politisch, aber wir werden in weiten Teilen einfach übergangen bzw. wie Erwerbstätige zweiter Klasse behandelt - und das, obwohl die Kultur- und Kreativwirtschaft eine wirtschaftlich absolut relevante Größe ist!

Vor einigen Tagen hat auch unsere Kanzlerin das Wort ergriffen und einen Podcast zur Kultur veröffentlicht. Ich bin ihr sehr dankbar, daß sie darin betont hat, daß kulturelle Angebote entscheidend sind für die Identität unseres Landes. Aber auch sie zeigt leider erneut, daß sie den Ernst der Lage nicht zu verstehen scheint – meine Kritik an den einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung habe ich in meinem letzten Video schon ausführlich erklärt. Den Schlußsatz von Frau Merkel allerdings möchte ich noch einmal besonders beleuchten. Nachdem sie ausführte, daß sie um die schwere Zeit wisse und wie sehr die kulturellen Angebote vermisst werden, sagte sie folgenden Satz: „Bis dahin versuchen wir, so gut wie es geht, Sie zu unterstützen durch unsere Hilfsprogramme, aber auch dadurch, dass wir sagen, wie wichtig Sie für uns sind.“
Dazu fiel mir spontan der folgende Bibelvers ein: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Schöne Worte und öffentliche Wertschätzung sind wunderbar und wichtig – aber davon werden wir nicht überleben können. Deshalb mein erneuter Appell an Sie, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, und auch erneut an Sie, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Arbeitsminister Hubertus Heil: Handeln Sie! Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist akut bedroht, und wir brauchen jetzt keine warmen Worte mehr, sondern Taten, die uns greifbar zeigen, daß wir wichtig für Sie sind!

Nun aber noch zu den erwähnten Möglichkeiten des Zusammenhaltes. Neben etlichen bestehenden Netzwerken und Verbänden (wie „Kreative Deutschland“, ver.di etc.) macht der schon einmal empfohlene www.VGSD.de eine sehr gute Lobbyarbeit (und tritt ganz aktuell noch einmal mit einem deutlichen offenen Brief an den Wirtschaftsminister Peter Altmaier heran) – und auch die recht neue www.initiative-kulturschaffender.de wächst zunehmend und hat eben erst eine öffentlichkeitswirksame Aktion in Berlin durchgeführt.
Meine Empfehlung: beide Websiten besuchen und überlegen, ob man nicht mitmachen will!

Eine großartige Aktion war auch in der ZDF-Sendung „Mann, Sieber!“ zu sehen, dafür vielen Dank an Tobias Mann und Christoph Sieber! Auf der Website www.kulturerhalten-aktion.de kann man sich nicht nur den entsprechenden Beitrag aus der Sendung noch einmal anschauen, sondern sie bündelt auch in hervorragender Weise die Fakten zur Kultur in Deutschland – z.B. deren wirtschaftliche Relevanz! Ab nächster Woche wird es mehrere Tausend Videos von betroffenen Künstlern und Kreativen unter dem Motto #kulturerhalten geben! Von mir ist auch eines dabei...

A propos von mir: ich bin ja im Hauptberuf nicht Petent, sondern Sänger – und auch mir ist dank Corona das Singen weitestgehend untersagt worden. Eine lang geplante CD-Aufnahme möchte ich trotzdem gern stemmen. Dafür habe ich eine Crowdfunding-Aktion laufen (www.startnext.com/schatzkammermitteldeutschland), auch da dürft Ihr gern vorbeischauen. Danke! :)

Nun bleibt mir nur noch einmal ein großes Dankeschön an Euch alle!
Danke, daß Ihr mit mir gemeinsam drangeblieben seid, wir haben trotz aller Ernüchterung schon viel erreicht! Laßt uns weiter dranbleiben, denn wie schon so oft gesagt: gemeinsam sind wir stark! Bleibt laut, bleibt präsent, bleibt kreativ und bringt Euch ein – und seid gesegnet und bleibt weiterhin zuversichtlich!
Wir stehen das durch!
Herzliche Grüße aus Leipzig!

PS: Die Übergabe der Petition steht noch aus, aber tatsächlich auch in Aussicht. Stay tuned!

David Erler


Alle Informationen und Fortschritte zur Petition gibt’s hier.

Haben Sie eine Frage oder einen Hinweis zur Petition? David Erler hat die Petition gestartet. Klicken Sie hier, um Kontakt aufzunehmen.

Herzliche Grüße,
Ihr Team von openPetition

 

<30.Mai>

 

Corona und Kultur: Man ist sprachlos ob so viel Zynismus

Corona und Kultur: Man ist sprachlos ob so viel Zynismus…

Der folgende Beitrag ist von Uli Zrenner-Wolkenstein, der in Wien und Würzburg Kontrabass studiert hat und als Musiker (war u.a. mit Barbara Dennerlein, Tony Christie oder Konstantin Wecker auf der Bühne) und Musiklehrer arbeitet, ursprünglich auf seiner Facebookseite veröffentlicht worden. Wir fanden ihn so gut und wichtig, dass wir ihn kontaktiert und die Genehmigung zur Veröffentlichung hier angefragt haben. Die wurde uns erteilt.

Man ist sprachlos ob so viel Zynismus, falscher Versprechungen und dilettantischer Politik. Ja, es ist dilettantisch, arrogant oder allerdings mieses, verlogenes Kalkül.
Harte Worte, die ich allerdings auch gleich hinterlegen möchte.
Die Corona-Pandemie zeigt, wo im Kulturstaat Bayern die Künstler, die Kulturschaffenden stehen. Sie zeigt aber auch, für was sie dienen: Zur Steigerung der Polpularitätswerte von politischen Eliten. Unsere desaströse Situation wird allerorts benutzt, um sich zu profilieren. Da spricht die Kanzlerin „wir sind ihnen dankbar und vermissen sie“, da spricht der Kanzleranwärter („ihnen wird jetzt geholfen“), da gründet selbst die Oberbürgermeisterin ein CNPR (Corona-Notfall-Programm für Künstler) 2 Tage vor der Stichwahl.
Wenn man in den Tagen mit Menschen spricht, die Ihre Informationen aus der Presse beziehen, dann sieht man sich mit Aussagen konfrontiert, die so gar nichts mit der Realität zu tun haben. „Für Künstler wird ja Einiges getan“. Das ist leider falsch. Es wird nur so getan, als würde man den Künstlern helfen wollen. Weil es eben gut wirkt. Sieht man sich aber die Tatsachen an, dann kann man nur noch staunen, mit welch verquerter Politik dem Leiden der Kulturschaffenden begegnet wird. Ja es ist ein Leiden. Nicht, weil wir unserer Leidenschaft nicht mehr nachgehen können, sondern weil wir am Verhungern sind. Wer? Die Künstler? Nein, nicht alle. DIese Differenzierung sollte durchaus mal gemacht werden. Es trifft weit weniger den Schriftsteller oder Publizisten, der weiterhin seiner Arbeit nachgehen kann, weniger den bildenden Künstler, der weiterhin arbeiten kann. Nicht die angestellten Schauspieler, Orchestermusiker und Musiklehrer, die weiterhin zumindest zum grossen Teil ihr Salär beziehen. Es sind die freien darstellenden Künstler, denen seit Anfang März bis sicherlich weit in den Herbst hinein und vielleicht darüber hinaus ein totales Berufsausübungsverbot auferlegt wurde. Natürlich zu Recht. Das ist keine Frage. Aber es ist Aufgabe des Sozialstaates, Menschen, die ohne Verschulden in eine Notsituation geraten, weil sie zur Eindämmung der Pandemie nicht arbeiten dürfen zu helfen.
Nur zur Klarstellung: wir sprechen hier etwa von Musikern, die sich mit Ihrem Können eine Existenz aufgebaut haben, Familien gegründet haben, in den letzten Jahren sehr viel Steuern gezahlt haben und deren Auftragsbücher eigentlich randvoll sind. Wir sprechen hier weder von Hobbykünstlern noch von Automobilkozernen, die Entwicklungen verschlafen und nun ihre milliardenschweren Subventionen via Dividenden an die Aktionäre weiterleiten. Wir sprechen von kleinen künstlerischen EinmannUnternehmen. Wir sprechen von ca. 30.000 Unternehmern in Bayern, denen die Krise mit Abstand am härtesten trifft. Wenn etwa die leidgeplagte Gastronomie von einem Umsatzeinbruch von 25-40% spricht, dann sprechen diese 30.000 Unternehmer von einem Umsatzeinbruch von 100% über mindestens ein halbes Jahr.
Wir sprechen von Künstlern, die Programme erarbeitet, Produktionen vorbereitet und in ihre Projekte investiert haben. Von Live-Künstlern, deren wichtigstes Betriebsmittel nun mal das Publikum vor Ort ist. Von daraus resultierenden Umsätzen, an denen die Gastronomie, die Hoteliers, Kartenverkaufsstellen, Verkehrsbetriebe, die Werbebranche und Technikfirmen partizipieren.
„Wir lassen niemanden zurück“. Wie sieht diese Hilfe also aus?

Zuerst sollten wir Soforthilfe beantragen. Damit kann man schön seine gewerblichen Mieten und Betriebskosten wie Leasingraten begleichen. Also alles das, was der Immobilien- und Finanzbranche gut tut. Den Lebensunterhalt? Nein, den nicht. Also bei mir: meine Studiomiete und meine KFZ-Fianzierung bei der Bank. Hat man dann Glück und bekommt hier Geld, bekommt man nach zwei Wochen auch gleich einen Brief hinterhergeschickt, in dem unter Haftandrohung bis zu 5 Jahren die Rücküberweisung der Gelder angemahnt wird, die nicht der Immobilien- und Finanzbranche zugutekommen (genannt Betriebskosten, also all das, was den wirtschaftlichen Betrieb in diesem Land am Laufen hält).
Jetzt können wir also für drei Monate (was ist eigentlich mit der restlichen Zeit, also Juni, Juli, August etc. in denen wir weiterhin nicht arbeiten dürfen?) unsere „Liquiditätsengpässe“ bestreiten, sprich unsere gewerblichen Mieten und Instrumentenleasing (wer hat so etwas?) bezahlen. Derweilen haben wir noch keine privaten Mieten, kein Essen, keine Krankenversicherung, keine Kleidung für uns und unsere Familien bezahlt. Dafür hat nun unser Ministerpräsident eine groß angekündigte Lösung:
Eine neue CoronaKünstlerhilfe. Mit vielen Millionen. Schön! „Wir lassen eben keinen zurück“. Drei mal € 1.000.– sollen es sein. Der Antrag lässt auf sich warten. Computerprobleme hört man. Die Anträge werden wochenlang programmiert (man staune: es sind genau 8 Fragen zum Anklicken – dazu braucht ein gemeiner Webentwickler genau zehn Minuten). Wow! Aber heute, 4 Wochen nach Ankündigung und 11 Wochen nach Berufsausübungsverbot ist er endlich online! Juhu! Nun wird geholfen. Erster Satz: sie sind nicht antragsberechtigt, wenn sie Soforthilfe beantragt haben? Wie jetzt? Soforthilfe für die Betriebskosten und die Künstlerhilfe, um seinen Lebensunterhalt so zum Teil bestreiten zu können. Nein: wenn Du einen Probenraum hast und für diese Kosten Soforthilfe bezogen hast, bekommmst Du nichts für den Lebensunterhalt. Also: Wer Betriebskosten hat, braucht nichts essen. Wer essen will, darf keine Betriebskosten haben. Das ist politische Logik. Wir lassen eben keinen zurück.
Uns reichts. Diese ganzen Regelungen, die so viel Zeit brauchen gehen zu 100% an der Lebenswirklichkeit von Künstlern vorbei und dienen alleinig einer Sache: der Popularität dessen, der sich hinstellt und die angeblichen Hilfen verlogen präsentiert. Zum Überblick: Es gibt 30.000 in der KSK versicherte Künstler. Davon dürften etwa 10% keine Betriebskosten haben bzw. keine Soforthilfe beantragt haben. Das ist der Schnitt in meinem Kollegenkreis. Hinzu kommen ca. 5.000 Künstler, die aus diversen Gründen nicht in der KSK sind (zb freie Schauspieler oder Tänzer, die immer wieder Anstellungen haben). Zusätzlich will man Veranstaltungstechnikern etc. helfen. Die haben aber meist Betriebskosten und haben entsprechend Soforthilfe bekommen). Also bleiben ca. 10.000 Antragsteller a 3.000€ = 30Mio €. Was passiert mit den restlichen 110 Mio.? Die fliessen wohl zurück in den Haushalt. Die gleiche Luftnummer haben wir hier in Regensburg erlebt: 1000€ für 3 Monate für alle Künstler, die in der KSK sind und keine Soforthilfe beantragt haben. Bisher nach 2 Monaten so gut wie null Antragsteller. Klar oder? Wie kann man eine solch schlechte Politik machen? Wir haben ein Kunstministerium mit Minister, Staatssekretären, Ministerialräten und grosser Verwaltung. Man habe sich mit der „Szene“ kurzgeschlossen. Wie kann man hier dann so etwas beschliessen, wenn man auch nur einen grundsätzlichen Einblick in die Lebenswirklichkeit der Betroffenen hätte? Das kann also keine arrogante Inkompetenz, sondern nur klares Kalkül sein. Diese Luftnummer dient alleinig der Profilierung der politischen Elite. Geholfen wird Aktienunternehmen und Ärzten etwa, die ihre Praxen schliessen, ihre Angestellten in Kurzarbeit schicken und gleichzeitig 90% des letztjährigen Einkommens erstattet bekommen. Aus unseren Steuergeldern und Krankenkassenbeiträgen wohlgemerkt! Das ist unser Sozialstaat! Diejenigen, deren Einkommen aber über mindestens sechs Monate aufgrund eines verordneten Auftrittsverbotes unverschuldet komplett gestrichen wird, denen verbietet man mit der Soforthilfe den nötigen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wir werden verarscht und dienen alleinig der Vermehrung der Popularitätswerte von Politikern. Es reicht! Es wird Zeit, auf die Strasse zu gehen und diese Verteilung unserer Steuergelder anzuprangern. Die Ignoranz des Sozialstaates und den Zynismus der Politik auf dem Rücken der Leidtragenden anzuklagen. Aber auch klarzumachen: Uns steht das Wasser bis zum Hals. Jetzt!“

Text: Uli Zrenner-Wolkenstein
Foto: Simon Strauss

2020-JUN-27

Ich bin am Loslassen.

In Berlin am 18.Juni und in den Tagen danach incl. der weltweiten Aktion der rot beleuchteten Veranstaltungseinrichtungen am 22.Juni wurde mir besonders klar, dass ich keine Entscheidungen im Sinne eines fairen solidarischen Ausgleichs erleben werde.

Es findet einfach nur Marktbereinigung

statt, mit all den Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten wie sie unsere Gesellschaft sowieso zu bieten hat.

Ich werde keine Energie und Zeit mehr dafür aufbringen.